Be-Stimmungen zum Aufbau des Blogs

Dieser Blog enthält

1) Sachtexte: Hausarbeiten, Leserbriefe, Bemerkungen und andere wissenschatliche bzw. essayistische Texte und Rezensionen.

2) literarische Texte: Gedichte, Geschichten, sog. Kryptae (kurze prägnante Texte im Stil von "Die Schlange fragte...") und sog. Minuties (flash-fiction, Kürzestgeschichten, was in einigen Minuten gelesen werden kann).

3) sonstige Texte: Geburtagswünsche, Tagebuchähnliches, Be-Stimmungen etc.

4) Vorankündigungen meiner Veröffentlichungen

5) das Gedicht des Tages

Viel Vergnügen.


(c) LaScriba

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Sonntag, Mai 06, 2012

EM-Boykott Ukraine 2012


Stell dir vor, es ist Sport und keiner geht hin 
 (EM-Boykott Ukraine).

Freitag, April 27, 2012

zum Grass-Gedicht

Wieso man auch zu bemüht sein kann


das von mir im vollen Wortlaut im vorherigen Post veröffentlichte Grass-Gedicht wurde von mir eigentlich nicht absichtlich in die eher an Prosa-Text erinnernde Formatierung gesetzt (ist so passiert) - demonstriert aber eigentlich mein Hauptargument exquisit: Grass-Gedicht ist .... kein Gedicht.

Nun sind von verschiedener Seite, durchaus auch übertrieben oder gar hysterisch - Argumente gegen dieses Gedicht vorgebracht worden (=antisemitisch, vom exSS-Mann Grass, der es auch besser wissen sollte etc.). Auch PRO lassen sich diverse Punkte anführen (Meinungsfreiheit, seine Argumente im Gedicht sind teilweise nachvollziehbar etc.).
Aber - der wichtigste Aspekt wird meist übersehen. Grass Text ist kein Gedicht. Wo sind die poetischen Formulierungen? Wo der literarische "Wert"?
Nein, hier hat einer, der es besser wissen sollte, die Gedicht-Form und das Gedicht-Mäntelchen genutzt, um wieso auch immer (!) seine Meinung zu einem sehr diffizilen und schwerwiegenden Problem zu äußern.
Nicht verboten - und häufig haben Dichter sog. tendenzielle Gedichte als Form gewählt.
Aber: Grass muss es besser wissen. Wieso gerade er, mit seiner Vergangenheit, meint - er müsse sich gerade jetzt als Moralapostel aufspielen und dann (!) noch nicht mal den Mut und die literarische Ehrlichkeit besitzt, diese Meinung und die Argumente in Essay-Form oder ähnliches zu packen, ist erbärmlich.

Eine ganz kleine Anmerkung am Rande zu Grass' Argumenten: wieso wird bei Israels Atombombe und Israels Drohungen nicht genauso reagiert wie bei Irans? ... Klar, die Politik ist subjektiv, ungerecht und heuchlerisch (u.v.a.) - aber: liegt es vielleicht, Herr Grass, auch daran, dass wir von einer stabilen Demokratie einfach trotz allem weniger Gefahr erwarten? Es eben doch ein Unterschied ist, ob Israel sich (momentan vorallem rhetorisch) verteidigen will oder ein Land wie der Iran in Angriffs-Rhetorik verfällt?
Aber - okay: wir erwarten von einer Demokratie wie Israel, mit all ihrer Erfahrung - eben auch, dass sie "besser" handeln, dass sie sich nicht auf das sagenwirmal rhetorische und handlungspragmatische Niveau von fanatischen Dikaturen begeben (ob das nun Iran oder sonstige Länder betrifft).
Dies gilt übrigends auch für Länder wie den USA - wir legen strengere Maßstäbe an.

Und diese Maßstäbe sind auch für Deutschland mit recht strenger: gerade ein deutscher Schriftsteller sollte etwas mehr Fingerspitzengefühl haben.
Und nicht politische Traktate als Gedicht tarnen wollen.




 das umstrittene Günter-Grass-Gedicht

 Was gesagt werden muss
„Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten – ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.



Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.

Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir – als Deutsche belastet genug – Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.


Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.“ 
...
„Was gesagt werden muss“: Das umstrittene Israel-Gedicht von Günter Grass im Wortlaut - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/was-gesagt-werden-muss-das-umstrittene-gedicht-von-guenter-grass-im-wortlaut_aid_732817.html

Dienstag, Oktober 04, 2011

Tag der offenen Moschee

3. Oktober - Tag der offenen Moschee

Wie seit einigen Jahren fand auch diesmal wieder am Tag der deutschen Einheit der Tag der offenen Moschee in Deutschland statt.

Passen wie ich finde!

(denn der Islam gehört zu Deutschland, richtig Herr Wulff, richtig werter Papst!)

Gestern lief dann im TV wieder einmal ein christlicher Gottesdienst zum Feiertag.
Das ist auch völlig in Ordnung.

Wieso aber - so fiel mir auf - gibt es nicht auch im Fernsehen übertragene Gottesdienste der jüdischen und moslemischen Glaubensgemeinschaften?

DAS wäre doch mal ein Zeichen der Integration!

Zudem - ich würde gern mal einem Gottesdienst aus einer der schönen Synagogen Deutschlands oder aus einer Moschee erleben! (und dies gilt sicher auch viele jüdische Deutsche und moslemische Mitbürger!).

also - bitte ändern :-)

Tag der Wiedervereinigung - Blamage bei Schädelübergabe

Wir feierten gestern den Tag der Wiedervereinigung als Ergebnis der (mehr oder weniger) friedlichen Revolution der Bürger in der DDR. Gut.

Fast gleichzeitig wurden in einer ... (ja, in einem öffentlich-offiziellen Akt kann man leider nicht sagen!)... öffentlichen Stunde als "Geste der Versöhnung" von der Uniklinik Charité in Berlin an Vertreter der namibischen Regierung plus Opfervertretern Totenschädel übergeben - ein Nachspiel des Völkermords durch deutsche Soldaten während der Kaiserzeit in der afrikanischen Kolonie Deutsch-Südafrika (heutiges Namibia).
Damals waren zigtausende Herero und Nama durch deutsche koloniale "Schutz-"truppen getötet worden. Und einige Totenschädel waren damals an deutsche Unis gegangen - z.T., um die angebliche rassische Unterlegenheit der Afrikaner zu beweisen.

Diesen Völkermord hat Deutschland so nie offiziell anerkannt, geschweige denn den Opferverbänden Reparationen oder dergl. gewährt.

Bei dieser Totenschädel-Übergabe nun kamen u.a. auch ein offizieller Regierungsvertreter Namibias, ein Vertreter der Uniklinik und von deutscher Regierungsseite ..... "nur" eine Staatssekretärin: Cornelia Pieper.
Sie hatte die (sicher undankbare) Aufgabe, deutschen guten Willen zu demonstrieren, der "Versöhnung" das Wort zu reden - und das, ohne das Wort "Entschuldigung" zu benutzen.

Opferverbände hatten mehr erwartet und protestierten enttäuscht während des "Festaktes"...


Zu Recht.


Wieso ist es für Deutschland "so einfach" (zumindest heute), sich für den Völkermord an den Juden etc. und für den Zweiten Weltkrieg generell zu entschuldigen, Reparationen zu zahlen - und für die Herero und Nama klappt das nicht????
(übrigens auch nicht für die deutsche Beteiligung am türkischen Völkermord an den Armeniern)*

Vielleicht fällt es so schwer, sich für den Völkermord an den afrikanischen Stämmen zu entschuldigen und die Verantwortung zu übernehmen, weil - im Gegensatz zu den Juden - diese keine weißen Europäer sind?!
((hierzu würde passen, dass der Völkermord an den deutschen und europäischen (oft dunkelhäutigeren) Roma - "den Zigeuern" - auch nicht gerade großes Thema ist))

Wie ein Vertreter der Opfer es formulierte: Versöhnung kann es ohne Entschuldigung nicht geben!




* kleine Anmerkdung am Rande: Hitler soll damals als Erläuterung zum geplanten Massenmord an den Juden gesagt haben: Wer denkt heute noch an die Armenier?

Donnerstag, Juli 21, 2011

bye bye Atlantnis...

Heute ist das letzte Mal eine amerikanische Raumfähre nach ihrer Reise im All auf der Erde gelandet.
Damit endet die(se Phase der) amerikanische(n) Raumfahrt.

Die ISS - die internationale Raumstation - kann jetzt "nur" noch durch russische Sojus-Kapseln erreicht werden.

Mal ehrlich - wie konnten die USA es zulassen, dass ihr eigenes Programm eingestellt wird?
Wie konnten sie eines der prestige-reichsten und international bekanntesten Projekt einfach so enden lassen, ohne ein funktionierendes Nachfolgeprogramm fertig zu haben?

jaja, Kennedy ist lang vorbei...

...

Mittwoch, Juli 13, 2011

Gedicht des Tages: tausend Blätter fallen

tausend falln die Blätter nieder
es schreckt sie in den Staub zu wehn
bist das du das etwa schon wieder
die Angst, für immer zu vergehn?



(1. Strophe)
Isidor Markowitsch Annenski

Samstag, Juni 25, 2011

Gedicht / Lyric des Tages: Sympathy for the devil

Sympathy for the devil
(Rolling Stones Klassiker)


Please allow me to introduce myself
Im a man of wealth and taste
I’ve been around for a long, long year
Stole many a mans soul and faith

And I was round when jesus christ
Had his moment of doubt and pain
Made damn sure that pilate
Washed his hands and sealed his fate

Pleased to meet you
Hope you guess my name
But what's puzzling you
Is the nature of my game

I stuck around st. petersburg
When I saw it was a time for a change
Killed the czar and his ministers
Anastasia screamed in vain

I rode a tank
Held a generals rank
When the blitzkrieg raged
And the bodies stank

Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
Ah, what's puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah

I watched with glee
While your kings and queens
Fought for ten decades
For the gods they made
I shouted out,
Who killed the kennedys?
When after all
It was you and me

Let me please introduce myself
Im a man of wealth and taste

And I laid traps for troubadours
Who get killed before they reached bombay
Pleased to meet you
Hope you guessed my name, oh yeah
But what's puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah, get down, baby

Pleased to meet you
Hope you guessed my name, oh yeah
But what's confusing you
Is just the nature of my game

Just as every cop is a criminal
And all the sinners saints
As heads is tails

Just call me lucifer

Cause Im in need of some restraint
So if you meet me
Have some courtesy
Have some sympathy, and some taste

Use all your well-learned politesse
Or I'll lay your soul to waste, um yeah

Pleased to meet you
Hope you guessed my name, um yeah
But what's puzzling you
Is the nature of my game, um mean it, get down

Woo, who
Oh yeah, get on down
Oh yeah
Oh yeah!
Tell me baby, what's my name
Tell me honey, can ya guess my name
Tell me baby, what's my name
I tell you one time, you're to blame
Ooo, who
(...)
Ooo, who, who
Oh, yeah
What's me name
Tell me, baby, what's my name
Tell me, sweetie, what's my name
Ooo, who, who
(...)
Oh, yeah

Dienstag, Mai 10, 2011

Entschuldigen können sich andere also doch?

der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat sich gerade offiziell entschuldigt und eine staatliche Mitschuld am Atomunfall eingeräumt, er wird bis zum Ender der Atomkatastrophe auf seine Bezüge verzichten - als symbolische Geste.
Der Chef von Tepco - der Betreiberfirma von Fukujima -, der ja mit seinen Managern die letzten zwei Monate immerhin Entschuldigungsgesten gezeigt hat, verzichtet auf sein Gehalt...

Gut, dass kann man für bloße hohle Gesten halten, sogar für albern, angesichts der riesigen Katastrophe. Aber dennoch - Hut ab!

Kann sich einer vorstellen, deutsche Politiker würden sich tatsächlich, richtig entschuldigen?!
(ich sage nur Guttenberg). Kann sich einer vorstellen, westliche Manager würden sich entschuldigen und dann noch auf GELD verzichten?!!!

...

Montag, Mai 02, 2011

Osama Bin Laden ist tot

okay, eine gewisse Befriedigung über den Tod eines Massenmörders und Heuchlers ist okay.
(auch wenn die Bilder über jubelnde Mengen trotzallem irgendwie falsch wirkt...), lang genug hats ja gedauert.

Davon abgesehen:
Es wäre viel besser gewesen, wenn die Amis Bin Laden hätten gefangen nehmen, ihn verhaften können und ihn vor Gericht stellen!

Klar, auch das hätte Gefahren bedeutet, aber die USA und die anderen Alliierten haben sich das ja auch nach dem 2. Weltkrieg getraut, die Nazi-Verbrecher vor den ersten Internationelen Gerichtshof gestellt!

Was hätte das für die Weltgerichtsbarkeit bedeutet, hätte man einen Top-Terroristen vor den Gerichtshof in Den Haag gestellt....

Aber die Amis haben sich ja die letzten Jahre nicht gerade hervorgetan mit der Anerkennung internationaler "Behörden", da sie ja gern selbst die einzige gültige international tätige Behörde sein wollen :-).

Insofern ist es vielleicht besser, Bin Laden erschossen zu haben, als wenn sie ihn irgendwo auf Guantanamo verstecken würden....

Bedauerlich darüberhinaus ist, dass mit seinem Tod nicht der Terrorismus an sich ausgeschaltet ist, wohl eher im Gegenteil...

Freitag, März 18, 2011

die Feuer in Europa

Argumente werden nicht zu Fakten, nur wenn man sie oft genug wiederholt:

Feuerlöscher und Brandstifter

Immer wieder wurde in den letzten Tagen folgendes Argument GEGEN das Abschalten deutscher Atomkraftwerke formuliert:
1)
"Was haben wir denn davon, wenn wir die deutschen AKWs abschalten und um uns herum bleiben alle europäischen AKWs am Netz?"

in der Abwandlung:

2)
"Es ist doch heuchlerisch, die deutschen AKWs abzuschalten und dann doch Strom von anderen AKWs in Europa zu beziehen."

DAS IST QUATSCH.

Erst zum etwas verständlicheren, realistischen Argument -
natürlich ist es auf längere Sicht nicht konsequent, wenn wir nach einem Abschalten deutscher AKWs weiterhin Strom von anderen AKWs verbrauchten;
aber -
das ist kein Argument gegen das Abschalten, das ist ein Hinweis für das Verhalten DANACH.

Ähnlich wie beim BIO-Sprit etc. ist zu unterscheiden zwischen den sicherlich etwas umweltfreundlicheren BIO-Sprit im Verbrauch und der Tatsache, dass dieser zu mehr Benzinverbrauch führt UND zu total umweltschädlichen und ökonomisch unsinnigen Monokulturen führt - zumindest solange der Bio-Sprit nicht aus Bio-Abfällen sondern aus NAHRUNGSMITTELN gewonnen wird!

Zum ersten Argument, was ich wirklich nicht mehr hören kann, ohne zu kotz...:

Wenn in Ihrem Haus ein Feuer brennt - warten Sie dann auch darauf,
dass erst Ihre Nachbarn Ihre Feuer löschen, BEVOR Sie ihres löschen wollen?!!!

Es ist doch ein Unterschied, ob in Deutschland 19 AKWs stehen - mit allen potentiellen und tatsächlichen Gefahren und in Europa drum herum auch noch;
oder ob in Deutschland keine mehr stehen - und nur noch die drumherum??

Also los:
Feuerlöschen!

Merkel macht den Guttenberg

Un-Glaubürdigkeiten...

- ein Informations-Gau kündigt sich an
- es wird zunächst alles abgestritten
- am ersten Tag wird ein bissl zugegeben
- am zweiten Tag wird man von den neuen Geschehnissen überollt
und man gibt ein bissl mehr zu
- am dritten Tag verkündet man, obwohl natürlich alles gaaaanz anders ist,
dass man sich kümmern werde
- am vierten Tag bittet man um ein bissl Bedenkzeit zur Klärung
- am fünften Tag setzt man sich über Gesetze hinweg und gibt den Doktortitel vorübergehend zurück... äh... nein!
- man erklärt ein MORATORIUM, was rechtlich so gar nicht geht, wenn man Rechtsexperten glauben darf (wer hat je schon davon gehört, dass eine Regierung per Presseerklärung ein bestehdes GESETZ aussetzen könnte, ohne Parlament?).

Unsere schwarz-gelbe Regierung macht gerade den Guttenberg.
Und am Ende wird doch zurückgetreten und alles abgeschaltet.
Und natürlich nicht wegen der bevorstehenden Landtagswahlen......

Schwarz-Gelb .... die Farben der Atomkraft.

Schade, Frau Kanzlerin, Frau Physikerin.

Donnerstag, März 17, 2011

brandgefährlich

Brandstiftung in Korbach
- türkischstämmige Korbacher aufgeschreckt -

Schämt Euch!

Feuerlegen ist schon grundsätzlich eines der widerlichsten und feigsten Verbrechen,
dies dann gezielt vor "ausländischen" Mehrfamilienhäusern zu begehen,
ist absolut hinterhältig.

Wir Korbacher sind gegen Gewalt
Wir Korbacher sind für Toleranz und friedliches Miteinander - egal welcher Herkunft wir sind!

also - Ihr feigen Brandstifter - verpi.......... Euch!

Das ist UNSERE Stadt.

Montag, März 14, 2011

Jetzt strahlen sie wieder (Teil 2)

"Laufzeit nicht mit Sicherheit verwechseln"

Sehr geehrter Herr Umweltminister -
mag sein, dass alte Atomkraftwerke nicht automatisch unsicher sind (auch wenn Ihnen da die Mehrheit etwa der Autofahrer widersprechen würden).

Aber wenn man Ihr Argument ernst nimmt, bedeutet das:
auch wenn ein AKW gestern das erste Mal ans Netz ging - also brandneu (verzeihung: ganz neu) ist - und es wäre nicht sicher genug (!),
dann müsste es sofort abgeschaltet werden, nicht wahr?

Herr Umweltminister -
mir scheint, Sie verwechseln Ihr Amt mit dem des Wirtschaftsministers oder gar mit dem eines Atomministers...
oder warum sonst fühlen Sie sich verpflichtet, reiner Realpolitik das Wort zu reden?

Ihre Aufgabe ist der Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Menschen, nicht die Bereitstellung von Strom, der Aufrechterhaltung von Infrastruktur (auch wenn das ja schön ist).
Nein - sogar wenn irgendein Sachverhalt den Menschen selbst gar nicht direkt schadet, solange es der Umwelt schadet, ist es Ihre Aufgabe, dies zu unterbinden.
Also: Abschalten. Die AKWs sofort abschalten, bis die Sicherheitsüberprüfungen, die Sie und Frau Merckel so vollmundig angekündigt haben, abgeschlossen sind!



Sehr geehrte Bundeskanzlerin,
gestern sagten Sie, wenn sie nicht überzeugt davon wären, unsere AKWs wären sicher genug, dann müssten Sie ja entsprechend Ihres Amtseides die Atomkraftwerke sofort abschalten.
Genau.


"Schade", dass diese atomaren Unfälle nicht in einem Dritte-Welt-Land geschehen, sondern in einem der Spitzen-Industrienationen der Welt:
so konnten Sie, werte Politiker der Union im voraus eilenden Gehorsam der Atom-Lobby leider leider nicht Ihr liebstes Argument anbringen:
Dass SOWAS natürlich hier, bei uns nicht passieren könnte, weil ja unsere AKWs die besten, sichersten der Welt sind und unsere Sicherheitsvorkehrungen viel viel besser sind...
als in China, Indien, Korea, Iran etc..... (wobei ja gerade letzteren sogar der reine Besitz von AKWs schon als Atomkrieg-Vorbereitung ausgelegt wird).

Schade.

Samstag, März 12, 2011

Super-GAU-Gefahr in Japan

Jetzt strahlen sie wieder

Nein, Herr Umweltminister, es ist nicht unangemessen, jetzt angesichts der atomaren Gefahren in Japan hier in Deutschland seitens der Opposition mit der Forderung nach Stopp der Atomenergie zu reagieren!

Abschalten! Abschalten! Abschalten!

Klar, in Deutschland ist ein riesiges Erdbeben zwar recht unwahrscheinlich - aber der Strom im Kühlsystem von AKWs kann viel wahrscheinlicher mal ausfallen...

Und dann?

Die ach so saubere Atomenergie - mal ehrlich, ein dreckiges Kohlekraftwerk, sogar ein lecker Öltanker kann bei Stromausfall oder sonstiger Katastrophe wenigstens nicht noch tödliche Atomstrahlung aussenden!

Übrigens - wie sind unsere aktuell laufenden Atomkraftwerke eigentlich gegen Stromausfall gesichert?
Laufen unsere Notstromaggregate mit Benzin oder wie?


Muss eigentlich jede Generation wieder mit einem GAU den Weckruf erhalten???

Samstag, März 05, 2011

ach Friedrich...

schon wieder jemand,
der etwas öffentlich verkündet, was unnötig war und Ärger bringt....
03.03.2011

der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich
- Aufgaben: die innere Sicherheit, der Zusammenhalt der Gesellschaft, Sport, sowie Integration und Zuwanderung

Umstrittene Äußerung gleich zum Amtsbeginn

Okay, Friedrich hat nicht wirklich neues gesagt, er hat das Gleiche schon im Oktober 2010 verkündet.
Dennoch:
gleich bei Amtsübernahme des Innenressorts, zudem die Sparte Integration gehört, sowas Polarisierendes zu sagen, war dumm oder absichtlich provozierend!


– Zudem hätte Friedrich vorallem jetzt noch garnichts sagen müssen: er wurde grad erst vereidigt, niemand, nicht mal die Hardliner bei der CSU, erwarteten von ihm schon eine wie auch immer geartete "Profilierung".

Es war also unnötig - ähnlich wie Merkels völlig daneben gegangene Verteidung des unsäglichen Guttenbergs.
Und Friedrich formulierte seine These auch noch ausdrücklich gegen Präsident Wulff, der ihn gerade erst ernannte hatte!

Sein Verhalten war also unnötig und unhöflich zugleich.

Zudem sein Argument:
Die Menschen islamischen Glaubens gehörten zu Deutschland, nicht aber der Islam, da brauche man nur in die Geschichte Deutschlands zu blicken -
das trennt mal wieder Menschen von einer ihrer wichtigsten Eigenschaften, also das Schizo-Argument Merkels quasi abgewandelt ...
und
mit dem Verweis auf die Geschichte hat Friedrich selbst das Gegenargument geliefert:,
wenn wir in die Geschichte gucken, dann sehen wir die letzten fünfzig Jahre viele tausend Menschen islamichen Glaubens und/oder arabisch-türkischer Herkunft, die seitdem - inklusive ihres Glaubens und ihrer Kultur - Teil Deutschlands sind!!!

Und diese Jahre zählen mehr als fünfhundert Jahre deutsche Geschichte, weil die letzten Jahrzehnte und die aktuelle Situation mehr zählen.
Sonst könnte man ja sagen, das Christentum sei kein Teil Deutschlands, weil Germanen und Goten und Römer viel länger hier lebten und unsere Zeit/Gesellschaft prägten.
Und hat Friedrich die islamische Wissenschaft vergessen, die unsere Wissenschaft und Aufklärung, ja sogar unsere Sprache und Mathematik beeinflussten und zT gründeten??

also bitte.


Herr Innenminister Friedrich, bitte besinnen Sie sich auf ihre eigentliche Aufgaben:
- Frieden im Inneren
- Integration der Bevölkerung (nicht nur des "deutschen Volkes"!)
- sich am besten nur zu Wort melden, wenn gefragt (zumindest das sollten Sie von der Affäre Guttenberg gelernt haben).

Dienstag, März 01, 2011

endlich

endlich geht er, der Herr Guttenberg - nachdem er gestern noch einen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen hat.
aber das sind wir ja von ihm gewöhnt....

"Es ist das der schmerzlichste Schritt meines Lebens", sagte Guttenberg. Der Verteidigungsminister machte deutlich, dass er sich mit seinem Rücktritt schwer getan habe. Dies sei "unbefriedigend, aber allzu menschlich". Man gebe nicht leicht ein Amt auf, "an dem das Herzblut hängt". (Zitat Newsticker)

selbst JETZT muss er noch eine Show draus machen und - natürlich - nicht etwa seine Schuld zugeben, nein - er kann nicht mehr, es ist schmerzlich und es ist "allzu menschlich"...
O Mann!

hoffentlich ist jetzt endlich Schluss mit dem FreiBetrügerHerrn.



ach ja -
Frau Merckel soll aber nicht denken,
damit sei IHR beschämendes Verhalten vergessen...

Sonntag, Februar 20, 2011

Frau Hohlmeier in Anne Wills Talkshow - Guttenberg

Anne Will: Talkshow (20.02.2011)

Thema - Plagiat Zu Guttenberg

Gerade wagte es die CSU-Politikerin Frau Hohlmeier zu sagen: Das sind ja keine menschlichen Verfehlungen, nur wissenschaftliche!

Ich fass es nicht!!!

Betrug, Täuschung, Lüge, Diebstahl - keine menschlichen Verfehlungen???


selbst wenn (!) die Opposition sehr sehr passend Schwarze Flecken auf der angeblich so weißen Weste des BARONS gefunden hat,
Guttenberg HAT ja tatsächlich schwarze Flecken verspritzt!

Werte Frau Hohlmeier, ich bin wirklich enttäuscht.

Werter Herr Googleberg, ich fühle mich persönlich beleidigt durch ihr wissenschaftliches-betrügerisches Verhalten.

Ganz zu schweigen von ihren ach so durchsichtigen Verleugnungen....
Jeder kleine Student wird oft für zwei, drei Sätze "Fehler" in Arbeiten exmatrikuliert, jeder kleine Arbeitnehmer kann für den "Fehler" einer vergessen Quittung oder eines gegessenen Brötchens entlassen werden... aber Herrn Guttenbergs "Fehler" sind natürlich nicht so schlimm, weil - liebe Frau Hohlmeier - er ach soo gute Arbeit als Minister geleistet hat... tststs

Sie sollten sich schämen. Sie beide.

Freitag, Februar 18, 2011

Guttenbergs "Menschenraub" ....

ach Theodor, ach Theodor ...

hier eine - gerade aus heutiger Sicht - bemerkenswerte Rezension der Doktorarbeit unseres zukünftigen exVerteidigungsministers Dem Baron:
Rezension: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2009, S. 32
Guttenberg, Karl-Theodor Freiherr zu: Verfassung und Verfassungsvertrag - Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU.
ISBN 978-3-428-12534-0
Vor dem Glück der Erkenntnis haben die Götter oft Opfer, Entsagung und harte Arbeit aufgetürmt. Viele Danksagungen und Vorworte wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten lassen gerne die ausgestandenen Quälereien erahnen. Eben ist eine juristische Dissertation erschienen, die in eine künftige vergleichende Studie über Danksagungen und Vorworte gehört.
"Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in
den USA und der EU" (Duncker & Humblot Verlag, Berlin 2009. 475 S., br., 88,- [Euro]) heißt das Werk, das der Autor mit einem Stoßseufzer beginnt:
"Europa und die USA. Mancher Blick nach innen wie über den Atlantik trägt
dieser Tage den Schimmer der Ernüchterung in sich."
Immerhin glaubt er im stockenden europäischen Prozess "ein erneutes, wenngleich keuchendes historisches Durchatmen" zu hören. Doch er diagnostiziert präzise: "Zumindest verpasste Europa in den Jahren 2007 und 2008 zum wiederholten Mal den Kairos und ließ die notwendige Unbedingtheit des Gestaltungswillens nur schemenhaft erkennen."
Solchen Gestaltungswillen beweist dafür der Vorwortautor. "Diese Arbeit entspringt einer
ungewöhnlichen Verkettung von Glücksfällen. Oder nach anderem - im obigen Sinne untypischem - Verständnis der vereinzelten Wahrnehmung eines ,Kairos'."
Beim Vorwort wäre ein Katechon (Aufhalter) sinnvoller gewesen. Als
solcher ist das akademische Umfeld des Autors, "das nunmehr zu Recht ,legendär' zu nennende Häberle-Seminar", allerdings ausgefallen. Immerhin: "Der Gedanke an die Teilnahme umweht den Verfasser nicht nur während intellektuell dürftigerer Alltagserlebnisse dauerhaft - und erhält wenigstens den Anspruch höchster Qualität eigenen Gemurmels." Wenn man nicht gerade ein Dissertationsvorwort murmelt.
Ungewöhnlich sind die persönlichen Bekenntnisse des Doktoranden, die tiefe Einsichten verraten:
"Allzu viele
mussten meine verwegene Charakter- und Lebensmelange ertragen, und ich bin allen überaus dankbar für unbeugsame Gelassenheit."
An diese verwegene Mischung sollten Kollegen wie Gegner denken. Schwer fielen die
letzten Meter und offenbar auch dieses Vorwort:
"Wie oft wurde der Kairos der Fertigstellung durch freiberufliche
wie später parlamentarische ,Ablenkung' versäumt, bevor die Erkenntnis dieses traurigen Faktums einer bemerkenswerten Mischung aus eherner professoraler Geduld (wie Liebenswürdigkeit), sanftem, aber unerbittlichem familiären Druck und wohl auch ein wenig der beklagenswerten Eitelkeit weichen durfte."
Wenn
Eitelkeit solche Sätze produziert, ist sie tatsächlich zu beklagen. Frau und Töchtern ist "diese familienunfreundliche Lektüre in tiefer Dankbarkeit zugedacht. Sie sind der unerreichte wie dauerhafte ,rechte Augenblick' meines Lebens."
Manche Augenblicke können ziemlich dauerhaft sein. Waren die Lieben nie da, wenn der Doktorand sie
brauchte? Egal, der Verwegene hat es vollbracht: "Berlin, im Winter 2008, Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg".

Das
Volk sollte den Kairos nicht verpassen und sich an die Lektüre der Dissertation seines Ministers machen.


ALEXANDER CAMANN

Alle Rechte vorbehalten. © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main
(zitiert nach Wikipedia)


also bitte "Herr Baron", nein Herr Guttenberg - geben Sie Ihren Doktortitel lieber freiwillig und treten Sie vorsorglich zurück....

denn - es gibt keine Entschuldigung für so was, kein "Ich hab die Quellen nur vergessen" oder - ehrlicher - "ich wollte mehr scheinen als ich zu dem Zeitpunkt konnte" .... nein.
Jeder kleine Student wird für sowas - selbst bei einer simplen Hausarbeit - eine Sechs bekommen und viel viel Ärger! vielleicht sogar ganz von der Uni fliegen....



Samstag, Februar 12, 2011

viel Glück und Erfolg, Ägypten und arabische Welt!

alles alles Gute und Erfolg -

was da jetzt in Tunesien, Ägypten, in Jemen und in Algerien, Bahrein beginnt ...
ist ein Fanal für Gerechtigkeit und Veränderungswillen der Menschen!

und gerade die arabische Welt hat solange darauf gewartet! es verdient!

einer der großen Kulturträger endlich (wieder) auf dem Weg in eine freiheitliche, friedlichere, gerechtere und wohlstandsgemäße Zukunft!

viel Glück.